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wrg

Stromeinsparung für über 220 Haushalte

Rothenthurm Seit dem Jahr 2015 können sich die Schwyzer Landwirte an Energieeffizienzprojekten beteiligen, welche vom Verein ProKilowatt gefördert werden. Die Schwyzer Teilnahme ist im nationalen Vergleich erfreulich hoch.

Milchproduzenten benötigen für die Kühlung der Milch und die Warmwasseraufbereitung für verschiedene Reinigungsarbeiten sowie beim Betrieb der Melkmaschine viel elektrische Energie. Mit der Installation einer Wärmerückgewinnungsanlage aber auch einer frequenzgesteuerten Melkmaschine, kann der hohe Strombedarf erheblich reduziert werden. Allerdings hemmten die hohen Investitionskosten vielerorts die Anschaffung solcher Anlagen. Seit dem Jahr 2015 können die Schwyzer Landwirte dafür von Fördergeldern des Vereins ProKilowatt profitieren. Dies tun sie auch und der Anteil der teilnehmenden Betriebe steigt kontinuierlich. Bereits wurden zwölf Wärmerückgewinnungsanlagen und fünf frequenzgesteuerte Vakuumpumpen in Betrieb genommen und für sieben weitere Anlagen liegen Zusicherungen des Fördervereins vor. Über die ordentliche Betriebsdauer lassen sich damit bereits 1 Gigawattstunde Strom einsparen, was einem mittleren Jahresbedarf von rund 220 Haushaltungen mit vier Personen entspricht.

Aus Ab- wird Nutzwärme

Für eine Wärmerückgewinnung muss in den bestehenden Kältemittelkreislauf des Milchtanks ein Wärmeaustauscher und ein Wärmespeicher eingebaut werden. Die Abwärme des Kühltanks kann so für die Warmwassererwärmung genutzt werden. Das dadurch auf rund 50°C vorgewärmte Wasser braucht anschliessend bei der Erhitzung auf 75°C im Elektroboiler rund einen Drittel weniger Strom. Die Kosten einer solchen Wärmerückgewinnungsanlage liegen zwischen Fr. 4'000.- bis Fr. 8'000.-. Dank Einsparungen beim Stromverbrauch und einem Förderbeitrag von durchschnittlich Fr. 1'500.-, kann die Anlage innert rund sieben Jahren amortisiert werden.

Drehzahl entspricht dem Bedarf

Ausgelegt auf eine maximale Belastungssituation beim Waschvorgang, werden die Vakuumpumpen für die Melkmaschinen bisher meist auf konstant hoher Drehzahl betrieben. Zum Ausgleich an das Soll-Vakuum während der Melkzeit wird über ein Regelventil ständig Luft in die Vakuumleitung gelassen. Der Pumpenmotor läuft dann über die effektiv benötigte Leistung und verbraucht damit unnötig Strom.

Mit dem Einbau eines Sensors in die Vakuumleitungen, kann die Drehzahl des Elektromotors über einen Frequenzumformer laufend dem exakten Vakuum-Bedarf der Melkanlage angepasst werden. Damit kann rund zwei Drittel des ursprünglichen Strombedarfs eingespart und gleichzeitig die Lärm- und Erschütterungsbelastungen im Melkbereich reduziert werden. Bei Anlagekosten von Fr. 3'500.- bis Fr. 5'500.- und mittleren Förderbeiträgen von Fr. 550.-, können auch diese Anlagen innerhalb von rund neun Jahren amortisiert werden.

Mindestens 50'000 Kilogramm Milch

Die Energiesparprogramme wurden von Agro-Clean Tech, der Energie und Klimaschutzplattform der Schweizer Landwirtschaft, lanciert. Die beim Schweizer Bauernverband angegliederte Organisation ist auch für die administrative Abwicklung zuständig und nimmt die Beitragsgesuche der Landwirte entgegen. Als Grundvoraussetzung wird von den Milchproduzenten eine minimale Jahresmilchleistung von über 50'000 Kilogramm Milch verlangt. Zudem muss es sich um neue und nicht um Ersatzanlagen handeln, damit effektiv eine zusätzliche Stromeinsparung realisiert werden kann.

 Alle Informationen und Anmeldeformulare sind auf folgendre Seite abrufbar: www.agrocleantech.ch

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