Agrumentarium Trinkwasserinitiative

Die detaillierten Informationen finden Sie unter der nationalen Kampagne und Internetseite:

https://www.extreme-agrarinitiativen-nein.ch/

 

Mogelpackung Trinkwasser-Initiative

Die Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» hat mit Trinkwasser nichts zu tun. Sie zielt ausschliesslich auf die Direktzahlungen. Sie will diese allen Betrieben streichen, die irgendwelche Pflanzenschutzmittel einsetzen oder Futter für ihre Tiere zukaufen (müssen). Damit ist auch der Biolandbau betroffen.

Obwohl die Bauernfamilien viele vorbeugende Massnahmen treffen, können sie nicht immer verhindern, dass Krankheiten oder Schädlinge ihre Obstanlagen, Gemüsefelder, Rebstöcke oder andere Kulturen befallen und damit die Ernte bedrohen. Für diesen Fall sind sie darauf angewiesen, dass sie diese mit von den Behörden bewilligten Mitteln behandeln können. Immer öfters kommen biologische Mittel zum Einsatz.

Wenn die betroffenen Betriebe keine Direktzahlungen mehr erhalten, sind sie auch nicht mehr an die Auflagen des ökologischen Leistungsnachweises gebunden. Oder sie geben die entsprechende Produktion ganz auf.

Die Folgen der Trinkwasser-Initiative sind:

  • Verfügbarkeit von einheimischen Lebensmitteln sinkt um rund 40 Prozent
  • Schweizer Lebensmittel werden teurer
  • Schweizer Eier, Schweinefleisch oder Poulet werden zu Luxusprodukten
  • Mehr importierte Lebensmittel sind in den Verkaufsregalen
  • Die Lebensmittelqualität und -sicherheit nimmt ab
  • Weniger einheimische Produktion bedeutet auch tiefere Versorgungssicherheit
  • Gesamthaft ergibt sich ein kontraproduktiver Effekt für die Umwelt
  • Das Wasser bleibt durch andere chemische Stoffe belastet
  • Foodwaste wird gefördert
  • Ein herber Rückschlag für die Biodiversität
  • Rund 300'000 Arbeitsplätze in der Land- und Ernährungswirtschaft sind betroffen

 

Pestizidfrei-Initiative treibt die Lebensmittelpreise hoch

Die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» will den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln gesamthaft verbieten. Die Händler dürften auch nur noch Lebensmittel importieren, die ohne synthetische Pestizide produziert worden sind. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten können so nur noch Bioprodukte pflanzlicher Herkunft kaufen. Die Ausgaben der Bevölkerung für das Essen würden sich folglich stark erhöhen.

Mit der Umsetzung der Forderungen würde die Schweiz ihre WTO-Verpflichtungen verletzen. Eine einseitige Umsetzung nur für Schweizer Produkte wäre ein enormer Konkurrenznachteil für die Schweizer Landwirtschaft. Sie dürfte nur noch Bio produzieren, was die Preise für die regionale Produktion massiv erhöhen würde. Es gäbe eine Verdrängung durch günstigere Importe.

Biozide sind auch in der Lebensmittelverarbeitung nötig. Ohne synthetische Produkte ist eine einwandfreie Lebensmittelqualität in Frage gestellt. Auch die Lagerung von Lebensmitteln und Rohstoffen wäre schwieriger. Alle Faktoren zusammen würden deshalb Foodwaste ankurbeln.

Die Schweiz exportiert heute hohe Mengen an Lebensmitteln, die aus importierten Rohstoffen wie Kaffee oder Kakao hergestellt werden. Um den Bedarf der Industrie bei der Annahme der Initiative zu decken, würden 21 Prozent der weltweiten Bio-Kaffeeproduktion und 50 Prozent der weltweiten Bio-Kakaoproduktion benötigt. Die auferlegten Importbeschränkungen bergen die reelle Gefahr, dass die Lebensmittelhersteller ihre Produktion ins Ausland verlagern würden.

Die Folgen der Pestizidfrei-Initiative sind:

  • Keine Wahlfreiheit mehr: Zwang zum Biokauf
  • Das Essen wird massiv teurer
  • Die Verfügbarkeit von inländischen Lebensmitteln wird kleiner und eingeschränkt
  • Der Anteil importierter Lebensmittel in den Verkaufsregalen steigt
  • Versorgungsicherheit sinkt
  • Die Lebensmittelsicherheit und -haltbarkeit geht zurück
  • Das Klima wird zusätzlich belastet
  • Einkaufstourismus wird gefördert
  • Das Wasser bleibt durch andere chemische Stoffe belastet
  • Rund 300'000 Arbeitsplätze in der Land- und Ernährungswirtschaft sind betroffen