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DV VZV 2014

Auszug aus dem Protokoll

Der VZV leistet einen finanziellen Beitrag an die Zuchtberatung

Präsident Urs Landolt durfte am Freitagabend, 28. Februar 2014 im Restaurant Bären in Lachen 143 Delegierte und Gäste begrüssen. In seiner Rede ging er auf das neue Direktzahlungssystem der Agrarpolitik 2014-2017 ein. Die Vorlage sei aus seiner Sicht unausgewogen und zu stark auf die Ökologie ausgerichtet. Die Tierhalter können allenfalls mit dem Programm der graslandbasierten Milch und Fleischproduktion, teilweise die wegfallenden Tierbeiträge kompensieren, führte er aus. Erfreulich präsentiere sich der Schlachtviehmarkt. Vor allem Schlachtkühe seien sehr gesucht. Der Nutzviehmarkt laufe demgegenüber eher verhalten. Die Marktsituation bei der Milch habe sich gegenüber den Vorjahren deutlich verbessert. Sehr positiv beurteilt er das Kaufverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten, welche vermehrt auf heimische Produkte setzen. Der Grossverteiler Coop reagierte nun auch auf diese Entwicklung und habe eine Linie mit regionalen Produkten ins Sortiment aufgenommen, freute sich der Präsident.

Statutarische Geschäfte schlank genehmigt

Die Delegierten genehmigten den Jahresbericht, das Tätigkeitsprogramm, die Rechnung und das Budget einstimmig. Die Rechnung schloss dabei mit einem Gewinn von Fr. 1'170.-. Das Budget sieht einen Gewinn von Fr. 180.- vor. Neu wird der Viehzuchtverband im Rahmen der Leistungsvereinbarung die Zuchtberatung von Braunvieh Schweiz finanziell unterstützen. Die Grundpauschale, in der Grössenordnung von Fr. 50.-, wird den teilnehmenden Schwyzer Betrieben erlassen. Die interessierten Betriebe können sich direkt bei Braunvieh Schweiz anmelden. Die Grundpauschale wird danach von Braunvieh Schweiz dem VZV in Rechnung gestellt.

Förderung der Zuchtberatung

In seinem Referat erläuterte Samuel Cadalbert die Bedeutung des Paarungsplans. Dieser diene zur praktischen Umsetzung des Zuchtzieles auf Stufe des Betriebes. Er ermögliche die Umsetzung einer Zuchtstrategie. Zufallspaarungen und Inzucht können ausgeschlossen werden. Eine zentrale Bedeutung nehme das Zuchtziel eines Betriebes ein. Ist dieses bekannt, so kann mit gezielten Paarungen dieses angestrebt werden. Cadalbert empfahl, den Bestand zu gruppieren. "Die Rinder weisen die beste Fruchtbarkeit auf, haben die aktuellste Genetik und sollen deshalb nicht für Gebrauchskreuzungen verschwendet werden. Wichtig bei den Rindern sei die Beachtung des Geburtsablaufs", führte er aus. Für die Erstmelkkühe empfehle er den Einsatz von Prüfstieren, wobei die Inzucht beachtet werden müsse. Für die Gruppe der Zuchtkühe schlug er vor, zwei bis maximal drei Merkmale zu verbessern und die Wirtschaftlichkeit stark zu gewichten. Gebrauchskreuzungen sehe er einzig bei den Nutzkühen. Seit dem Jahr 2006 biete Braunvieh Schweiz die Dienstleistung der Zuchtberatung an. Im praktischen Ablauf werde zuerst das Zuchtziel des Betriebes festgelegt. Jedes Tier werde anschliessend auf seine Stärken und Schwächen beurteilt. Zudem werde eine Gesamtanalyse für die Herde erstellt. Die Kosten der Zuchtberatung setzen sich aus der Grundpauschale von Fr. 50.- plus den Kosten je anzupaarendes Tier von Fr. 1.50 zusammen. Ein Betriebsbesuch, welcher empfohlen werde, koste zusätzlich Fr. 140.- bis  Fr. 170.-. Zum Abschluss zeigte er anhand der Betriebe von Urs Landolt und Gerold Birchler die Paarungsvorschläge für vier Kühen auf.

Ehrung für Vorstands- und Expertenarbeit und 100'000er Kühe

Der Präsident ehrte die beiden abgetretenen Viehschauexperten Pius Reichmuth und Armin Reichlin. Pius Reichmuth war von 1996 bis 2012 als Preisrichter im Einsatz und galt als Stierenspezialist. Armin Reichlin amtete zwischen 1992 und 2013 als Experte. Während dieser Zeit kam er auch an ausserkantonalen Ausstellungen als Viehexperte zum Einsatz. Ebenso ehrte er das abtretende Vorstandsmitglied Peppino Beffa. Beffa nahm während fünf Jahren Einsitz im Vorstand. Er trat als Leiter der landwirtschaftlichen Beratung im Kanton Schwyz in den Vorstand ein. Im Weiteren verabschiedet er Benno Dillier, welcher die IGBS seit April 2004 als Gast vertrat.

Markus Zemp überbrachte die Grüsse von Braunvieh Schweiz. Er zeigte sich überzeugt, dass im Rahmen der AP 2014-2017 die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion für die Braunviehzüchter Möglichkeiten biete. Er gratulierte den Schwyzer Viehzüchtern zu ihren aussergewöhnlichen Bezirksviehausstellungen, welche neben dem viehzüchterischen Wert auch ein Bindeglied zur Bevölkerung darstellen.

Samuel Cadalbert und Gerold Birchler ehrten 14 Züchter von Kühen mit einer Lebensleistung von mehr als 100‘000kg. Es sind dies: Paul und Richard Appert, Ibach; BG Betschart-Suter, Muotathal; Karl Büeler, Seewen; Otmar Dettling, Lauerz; Paul Diethlem, Siebnen; Alois Imhof, Schwyz; Peter Kälin, Egg; Fidel Kenel, Arth; Markus Kennel, Steinerberg; Dominik Linggi, Oberarth; Martin Reichlin, Steinerberg; Frowin Schelbert, Bisisthal; Beat Schuler, Rothenthurm; Pius Schuler, Rothenthurm.

Unterstützung für die Ernährungsinitative

Der Präsident bat die Anwesenden, die Initiative des Schweizer Bauernverbandes zur Ernährungssicherheit zu unterstützen. Mit dieser sollen die Weichen für künftige Agrarreformen in Richtung einer produzierenden Landwirtschaft gelenkt werden. Der Präsident der Bauernvereinigung des Kantons Schwyz, Hanspeter Egli, verwies auf die AP 2014 bis 2017, welche verstärkt auf Ökologie setze. Die Initiative soll ein Gegengewicht geben, eine ausgewogene Agrarpolitik ermöglichen udn die Lebensmittelproduktion stärken. Er bat die Anwesenden ebenfalls um Unterstützung.

RR Kurt Zibung überbrachte die Grüsse des Regierungsrats. Er gratulierte den erfolgreichen Schwyzer Züchtern, deren Ausstellungsresultate er interessiert verfolge. Im vergangenen Jahr habe ihn und das Landwirtschaftsamt die AP 2014-2017 und das neue Gewässerschutzgesetz stark beschäftigt. Die Umsetzung der neuen Programme werde das Amt stark fordern. "Die Schwyzer Landwirte können sich an den Landschaftsqualitätsbeiträge beteiligen. Die Grundlagen wurden über die gesamte Zentralschweiz, in Zusammenarbeit mit den Bauernverbänden, ausgearbeitet", teilte RR Zibung mit. Neu müsse die Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton und den Viehzuchtverbänden abgeschlossen werden. Er werde sich dafür einsetzen, dass es zu einer Fortsetzung der Vereinbarung komme.

VZV Kontakt

Viehzuchtverband des Kt.  Schwyz
Landstrasse 35
6418 Rothenthurm
Tel. 041 825 00 60
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